Podcast – Meditation und Business

Podcast 2 mit Peter Mörtl

Meditation im Business

Im heutigen Podcast geht’s darum, was Meditation mit Business zu tun hat und es kommt Peter Mörtl, zu Wort. Er ist ein ganz besonderer Gast, weil es ohne ihn wohl kaum das Karmische Netzwerk gäbe.

Hallo Peter! Du warst lange Zeit Geschäftsmann und kommst ursprünglich aus Kärnten in Österreich. Seit ein paar Jahren bist du jetzt auf der ganzen Welt unterwegs um zu unterrichten. Diese Tage hältst du gerade in Wien einen vertiefenden Kurs zum Thema Meditation.

Bitte erzähl uns doch deinen Werdegang und was dann dein Leben so entscheidend verändert hat!

Ich freue mich sehr, dass wir dieses Interview machen können. Ich bin ja kaum in Österreich und so ist es etwas ganz besonderes, wenn ich hier Interviews und Kurse machen kann.

Ich bin ursprünglich aus Kärnten und habe dort unter anderem die Landwirtschaftsschule in Ursprung besucht. Dann habe ich die WU besucht und abgeschlossen. Danach habe ich 5 Jahre bei einem Konzern gearbeitet in Österreich und Skandinavien und dann über 10 Jahre lang mit einem österreichischen Software-Unternehmen in Deutschland und in Schweden. Im Laufe dieser Tätigkeit habe ich dann etwa 2007 das Buch „Der Diamantschneider“ von Michael Roach bekommen.

Und das hat mein Tun und mein Leben drastisch verändert, weil ich das erste Mal begriffen habe, wo Dinge herkommen, was finanziellen Erfolg ausmacht und wie man mit einer überprüfbaren und logischen Methode, die es seit zweieinhalbtausend Jahren gibt, die Dinge in seinem Leben erschaffen kann, die man haben möchte.

Ein Teil von diesem Wissen ist Meditation?

Stimmt. Das Schwierigste für mich sind Begriffe, wie Karma und Meditation, die wir mit etwas Esoterischem, aus dem Osten kommenden, verbinden. Das zu erklären, so dass die Leute verstehen, dass das nichts mit einer Religion oder Weltanschauung zu tun hat, sondern ausschließlich damit, wie man seinen Geist verändern und beeinflussen kann. Und Meditation ist eines dieser Worte, das macht mich immer nervös, wenn Leute darüber sprechen. Im Tibetischen heißt „Meditation“ nur schlicht und ergreifend „Konzentration“.

Und wenn ich Geschäftsfrau oder Geschäftsmann bin – und das bin ich nachwievor mit dem Diamond Cutter Institute – dann ist mein größtes Werkzeug mein Geist. Wenn ich einen Vortrag halte, wenn ich einen Marketingplan mache, wenn ich ein Budget mache, wenn ich mit einem Lieferanten oder einem Kunden spreche, wenn ich eine neue Idee für ein Service oder ein Produkt entwickle, dann ist das immer damit verbunden, was und wie ich denke. Faszinierenderweise ist es in unserem Kulturkreis und in unserer Erziehung, nicht so, dass wir bewusst den Geist darauf trainieren, sich bewusst darauf konzentrieren zu können.

Das empfinde ich als Fehler oder Mangel. Die meisten Menschen stehen in der Früh auf und putzen sich die Zähne und duschen sich, d.h. man reinigt seinen Körper. Aber für den Geist gibt’s keine solche Übung. Und das ist, wenn man länger solche Übungen macht, unverständlich. Meine Definition von Konzentration und die, die ich gelernt habe ist „die Fähigkeit zu lernen, sich immer besser auf ein Ding immer und immer besser zu konzentrieren“.

Bei der Absicht, zu meditieren kann man viel falsch machen. Welche wichtigen Hinweise zur Meditation hast du für uns?

Der größte Fehler, den Menschen aufgrund von falschen Übersetzungen machen ist, zu glauben, dass Meditation etwas damit zu tun hat, an nichts zu denken. Und das ist falsch. Meditation bedeutet, dass man ein Objekt hat, auf das man sich zu konzentrieren lernt und

dieses Objekt ist nichts im Außen, dass man sich anschaut, sondern üblicherweise etwas, das man sich vorstellt, also auf das man sich im Geist konzentriert.

Die sehr verbreitete und hilfreiche Aufwärmübung dafür ist der Fokus auf die Nasenspitze mit dem Fokus auf den Atem. Das was mich verblüfft hat und was mir sehr am Herzen liegt ist, dass die Beobachtung des Atems eine Aufwärmübung ist, nicht mehr und nicht weniger. Gute Meditation braucht ein Objekt und wenn ich schon soweit bin, dass ich beginne, das jeden Tag zu üben, dann ist es sinnvoll, ein Objekt zu wählen, das so hilfreich wie möglich ist. Und ein typisches Objekt ist, jemanden zu visualisieren, der dir sehr geholfen hat. Das kann eine historische Person sein, eine Person, die du jetzt kennst, das kann deine Mutter sein oder jemand in deiner Familie.

Die Eigenschaften, die dir diese Person vermittelt hat, wenn du dich in der Meditation darauf konzentrierst und dabei bleibst, führt das dazu, aufgrund des Prinzips von geistigen Samen, dass sich diese Eigenschaften in deinem Leben wiederholen werden. Und gleichzeitig trainierst du deinen Geist auf einem Objekt zu bleiben, in diesem Fall auf dem Objekt deines Lehrers, also der Person, die dir in deiner Vergangenheit geholfen hat. Und das sagen wir, ist eine phantastische Übung wo man Fokus lernt und zum gleichen Zeitpunkt gute Samen pflanzt.

Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ich mich nicht richtig konzentrieren kann?

Als allererstes ist die Erkenntnis, dass es schwierig ist, sich auf ein Ding zu konzentrieren, ein riesengroßer Fortschritt. Bei mir war das am Anfang so, als ich diese Aufwärmübung gemacht habe, wo es darum ging, zehn Atemzüge lang sich auf einen Punkt zu bleiben – gedanklich auf der Nasenspitze – und alles andere auszublenden, habe ich mir gedacht, das ist eine blöde Übung. Das bringt nichts und ist nicht sehr sinnvoll, aber ich hab schon blödere Dinge in meinem Leben gemacht. Also versuch ichs einfach mal ein paar Minuten und tu dann weiter.

Und als ich dann begonnen habe, mich zehn Atemzüge auf meine Nase zu konzentrieren, habe ich erschrocken festgestellt, dass ich das nicht kann. Ich hab das nicht geschafft. Bereits nach einem oder zwei Atemzügen ist mein Geist zu dem Gedanken gewandert „Das ist eine blöde Übung.“ Und in dem Moment bin ich weg vom Meditationsobjekt, das in diesem Fall die Nasenspitze ist.

Meine Schlussfolgerung war, dass ich mich fassungslos gefragt habe: Wenn es mir nicht einmal gelingt, mich zehn Atemzüge auf einen Punkt zu konzentrieren, auf den ich mich konzentrieren möchte, was um Himmels Willen mache ich dann tagsüber? In einem Kundengespräch,.. In jeder meiner Handlungen, ist die Fähigkeit, mit darauf zu konzentrieren und dabei zu bleiben, die wichtigste Eigenschaft, die ich habe. Denn wenn ich das nicht tue, dann wird die Handlung nicht erfolgreich sein.

Und ich hab mich dann dazu entschlossen, das zu meistern, zu beginnen zu versuchen, tatsächlich immer bei einer Sache zu bleiben.

D.h. wenn das jemand erkennt, ist das ein Vorteil. Es ist nicht angenehm, das zu erkennen, weil man irgendwo erschrickt, aber es ist ein Vorteil. Und es ist für jeden Anfänger der zweite Schritt, zu erkennen, dass es sehr schwierig ist, sich auf ein Ding zu konzentrieren. Das gelingt dann mit mehr und mehr Übung und hat dann einen Effekt auf alles andere was ich tue.

Ist es sinnvoll, eine Lehrerin oder einen Lehrer zu haben, der/die einen begleitet?

Das gibt es in unserem Kulturkreis normalerweise so nicht. Aber gerade wenn es um Meditation geht, ist es deshalb so wichtig, weil dir jemand, der in der Lage ist, sich hervorragend zu konzentrieren, der diesen Weg schon lange gegangen ist, dir helfen kann, Dinge zu ändern und zu probieren, die ja nicht sichtbar sind. Wenn ein Kind zu Radfahren beginnt, kann man korrigieren. „Lehn dich nicht nach links, versuche die Balance zu halten,…“ Beim Meditieren ist das schwierig, weil man ja nicht sieht, was passiert. Weil es so schwierig ist zu sehen, was passiert, braucht man einen Coach, der dir bestimmte Meditationen geben kann und bei bestimmten Herausforderungen die automatisch passieren, dir auch erklären kann, was du für Gegenmittel verwenden kannst, um zu deinem Ziel zu kommen.

Ich weiß für mich, dass ich ohne die Erklärungen, wie richtige Meditation funktioniert und was dabei mit deinem Geist passiert, welche Vorübungen du machen musst, wie dein Umfeld aussehen muss und wie du sitzen musst, ist es unmöglich das richtig erfolgreich zu machen.

Was für angenehme Nebenwirkungen hat denn die Meditation?

In den Vereinigten Staaten ist die erste Vorbeugemaßnahme des Gesundheitssystemes, nicht mehr Bewegung oder Ernährungsveränderung, sondern tägliche Meditation. Jeder, der sich das anhört, sollte sich fragen: Was ist, wenn es stimmt, dass mich die tägliche Übung meines Geistes dazu bringt, dass ich mich besser konzentrieren kann, dass mein Problemlösungsvermögen größer wird, dass meine Fähigkeit, mit emotionalen oder anderen Widerständen viel rascher umzugehen, weil ich mich immer auf das konzentrieren kann, auf das ich mich konzentrieren will und nicht auf das, wohin mich mein Gefühl treibt, mehr Selbstwert, Kreativität, Freude, Lösungsvermögen. Das sind Geisteseigenschaften. Sie haben nichts damit zu tun, wie schnell und wie tief ich ein Loch graben kann, aber es sind Geisteseigenschaften. Und wenn ich meinen Geist richtig trainieren kann, wird meine Fähigkeit, mich zu freuen, meine Fähigkeit Probleme zu lösen und meine Fähigkeit, kreativer zu sein, steigern.

Wo können unsere HörerInnen Meditation richtig lernen? Wo sind weitere Informationen dazu zu finden?

Zum Thema Meditation gibt es einen Vortrag am 23.9.16 und ein Retreat am 24. u. 25.9.16 mit Michael Roach in Wien. Mehr Informationen dazu und die Anmeldung gibt es auf www.karmischesmanagement.com und www.denstiftverstehen.de!

Hast du schonmal meditiert? Machst du das regelmäßig und wie meditierst du? Schreib uns deine Erfahrungen und komm zu einem der nächsten Business-Frühstücks-Treffen in deiner Nähe! Hier findest du alle Termine!

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